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Archiv 'Publikationen'


24.Mai 2016
Amiga.org (Webseite)


Buchankündigung: AmigaOS 4.1 Emulation (englisch/polnisch)
Krzysztof 'Radzik' Radzikowski, bekannt durch seinen Podcast AmiCast, kündigt unter dem Titellink das Erscheinen seines Buchs zur Verwendung von AmigaOS 4.1 unter Emulation für den August an. Es soll 300 Seiten umfassen, neben der englischen wird es auch eine polnische Ausgabe sowie eine E-Book-Fassung geben. (snx)

[Meldung: 24. Mai 2016, 07:02] [Kommentare: 8 - 26. Mai 2016, 17:37]
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19.Mai 2016
Amiga.org (Webseite)


Podcast: AmiCast 12 interviewt Jim Collas (Amiga Inc.)
In der zwölften Ausgabe interviewt Krzysztof Radzikowski für seinen englischsprachigen Podcast "AmiCast" Jim Collas, der von 1992 bis 1999 bei Gateway tätig war - zuletzt als CTO und Senior Vice President für die weltweite Produktstrategie, Produktentwicklung und das Produktmanagement - und ein halbes Jahr lang als Präsident von Amiga den Versuch unternahm, der Marke ein zweites Leben einzuhauchen. Nach seinem Rückzug aus dem PC-Geschäft leitet er heute eine Technologie-Firma für Finanzdienstleistungen, Engage Financial Technology.

Im Interview blickt Jim Collas auf seine Amiga-Tätigkeit zurück, die einen Wendepunkt in seinem Leben darstellt und sowohl die Zeit seiner größten Begeisterung als auch die seiner größten Enttäuschung war. Auch heute noch denke er oft an diese Chance zurück, zumal vieles von ihrer Vision zwischenzeitlich durch andere Firmen verwirklicht wurde.

Denn damals, als Jim Collas mit etwa zehn Personen bei Amiga tätig war - die großen Teamgeist besessen hätten und von welchen ihm drei nach seinem Ausscheiden folgten -, war sein Konzept vernetzter Geräte, das heute als "Internet of Things" reüssiert, noch neu, und es gab noch keine X-Box, Tablets und iPhones. Seine Vision war es, Computer zu einem natürlichen Teil des täglichen Lebens zu machen, für die verschiedensten Bereiche wie Unterhaltung, produktives Arbeiten oder Spielen.

Den Mittelpunkt sollte das Amiga Operating Environment bilden (AOE, damals auch als AmigaSoft bezeichnet, amiga-news.de berichtete), das Multimedia-Computer und Informationsgeräte (digital information appliances) über das Internet vernetzen würde und auf einfache Weise in verschiedene Geräte eingebettet werden könnte. Zu den angedachten Möglichkeiten gehörte etwa der, auch kommerzielle, Online-Abruf von Inhalten oder Software, sodass im letzteren Beispiel Entwicklern die Vermarktung und der Vertrieb gegen eine Beteiligung am Umsatz hätte abgenommen werden können.

Bezüglich der durch das AOE vernetzten Hardware war an die ganze Palette gedacht worden, von offenen Systemen für Enthusiasten wie die bisherigen Amiga-User über den Multimedia-Computer, Spielkonsolen, Settop-Boxen und Tablets bis zu Handheld-Geräten.

Als Grundlage für das Betriebssystem sollte Linux dienen, welches zu der Zeit noch nicht anwenderfreundlich war, weshalb man Amiga als Marke sah, Linux an die Verbraucher zu bringen. Ähnlich dem Wechsel des Betriebssystemunterbaus bei Apple sollte Linux jedoch nur die Grundlage sein, um etwas deutlich anderes, einzigartiges zu schaffen. Diese Besonderheit sollten insbesondere die sogenannten "Amiga Objects" darstellen: Software-Strukturen, die eine Schicht innerhalb des Operating Environments darstellten und auf jedem Gerät ausführbar gewesen wären, das mit dem AOE verbunden wäre, und über die diese Geräte Ressourcen geteilt und miteinander kommuniziert hätten.

Ähnlich wie die Betriebssystemfrage im Hinblick auf die im Interview von Jim Collas wiederholt gepriesene Amiga-Gemeinde ein sensibles Thema war, galt dies auch für die Hardware. Das diesbezügliche Vorgehen beschreibt er als eine der größten Herausforderungen seiner Amiga-Tätigkeit. Denn einerseits hatte die Amiga-Gemeinde natürlich so ihre eigenen Vorstellungen eines neuen Amigas, aber andererseits bedurfte die vorweggennomene Vision des Internet of Things möglichst kostengünstiger Geräte, was mit Eigenentwicklungen anstelle von Standardkomponenten (z.B. Grafikkarten) nicht zu vereinbaren gewesen wäre.

So sah sich Jim Collas bereits bei der Prozessorwahl dem Dilemma ausgesetzt, dass die Amiga-Gemeinde Intel und die PC-Standards hasste und es entsprechend starke Befürworter eines Beibehaltens der durch phase 5 im Amiga-Bereich eingeführten PowerPC-Architektur gab. Vor diesem Hintergrund habe man beispielsweise mit Transmeta geliebäugelt, indem man dann etwa als Kompromiss über einen intelkompatiblen Prozessor mit einprogrammierten zusätzlichen amigaspezifischen Instruktionen verfügt hätte. Zu einer Entscheidung sei es dann aber nicht mehr gekommen.

Insgesamt stand somit der neue Rechner, der Amiga MCC, bei Collas' Ausscheiden noch ganz am Anfang seiner Entwicklung, und vermutlich hätte er als nächsten Schritt diesbezüglich auch keine einsame Entscheidung getroffen, weil so viele Aspekte zu berücksichtigen waren, sondern hätte die Spitzen aus Industrie und Amiga-Gemeinde zu Rate gezogen - nicht zuletzt auch deshalb, um durch den Einbezug der letzteren die Akzeptanz in deren Kreisen zu erhöhen. Denn die Amiga-Gemeinde sei für ihn die wertvollste Komponente gewesen. Um konkurrenzfähig zu sein, wäre es aber wohl auf eine PC-ähnliche Lösung ähnlich der damals noch nicht existenten X-Box hinausgelaufen, also eine Spielkonsole fürs Wohnzimmer, aber skalierbar zum regulären Computer. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Grafikkarten-Herstellern ATI und Nvidia, zu denen man gute Kontakte gehabt habe, hätte jedoch sichergestellt werden sollen, durch möglichst breite Bus-Systeme etc. ein Maximum an Leistung zu gewährleisten.

Letztlich hätte sich, so Collas, daraus eine interessante Herausforderung Apples mit deren teilweise ähnlichen Plänen ergeben, wobei er den entscheidenden Unterschied in der jeweiligen Anwenderschaft gesehen hätte, wo die Amiga-Gemeinde durch die weiterhin offene Plattform ihr ganzes Potential hätte einbringen können.

Das interessanteste Kapitel in dem fast anderthalbstündigen Audio-Interview betrifft freilich die Amiga-Übernahme durch Gateway 2000 und Jim Collas' plötzlichen Abgang. Wenig überraschend bestätigt er, dass es Gateway beim Kauf der Amiga-Rechte um die Patente ging. Denn um über die bisherigen Lizenzen von IBM hinaus an weitere zu gelangen, sei es Voraussetzung gewesen, das eigene Patentportfolio aufzustocken, um gegenseitige Lizenzierungen zu ermöglichen. Ein diesbezüglich besonders bedeutsames Amiga-Patent sei die Nutzung von Dropdown-Menüs gewesen. Problematisch für Gateway als Windows-Auslieferer seien bei den Patenten aber die Verträge mit Microsoft gewesen, weshalb man zusehen musste, wie der Erwerb der Amiga-Patente so vom eigentlichen Gateway-Geschäft abgeschirmt werden konnte, dass die Patente nicht aufgrund der Vereinbarungen mit Microsoft wertlos wurden. Die Folge sei dann ein Firmenkonstrukt gewesen, an dem Gateway nur einen offiziellen Anteil von wohl 49 % besessen habe (gemeint sein dürfte die Amiga Development LLC).

Für Jim Collas, der den Amiga in den 80er Jahren bereits kurz kennengelernt hatte und von dessen damals überragenden Fähigkeiten beeindruckt worden war, bot die Übernahme eine Chance, seine eigene Vision umzusetzen, nachdem er zuletzt mit der Strategie Gateways im PC-Markt nicht mehr einverstanden gewesen war. Das Unternehmen nahm in seinen Augen eine falsche Entwicklung, nachdem 1998 Jeffrey Weitzen als COO (Chief Operating Officer, leitender Geschäftsführer) zu Gateway gekommen war und später auch Ted Waitt als CEO ablösen sollte.

Während Jim Collas zum Firmengründer Ted Waitt ein gutes Verhältnis gehabt habe, entspann sich ein Machtkampf zwischen ihm und Weitzen, der nach seiner Ansicht mehrere Ursachen hatte. So sei wohl auch eine persönliche Komponente im Spiel gewesen, weil Collas sich von Weitzen abgewandt hatte, indem er unter dessen Unternehmensausrichtung nicht mehr Senior Vice President und Chief Technology Officer hatte sein wollen.

Im wesentlichen ging es jedoch darum, dass Collas zur ungestörten Umsetzung seiner Ziele Amiga möglichst unabhängig von Gateway bekommen wollte - unter anderem, indem er Investoren suchte, um den Anteil der Mutterfirma an Amiga Inc. unter 40 % zu drücken. Weitzen jedoch sei kein Visionär gewesen und habe kein Interesse an Collas' Plänen gehabt. Und während nun der eine seine Pläne nur mit einer unabhängigen Firma umsetzen wollte, sei der andere durch seine Zeit bei AT&T dergestalt geprägt worden bezüglich der Unternehmenskultur und der Art und Weise der Leitung einer Firma, dass er nicht bereit gewesen sei, Kontrolle abzugeben. Letztlich bescheinigt Collas Weitzen durchaus gewisse Vorzüge und Talent, aber dieser habe eben nicht geglaubt, dass Amiga erfolgreich sein könne.

Die Schlüsselrolle für Jim Collas' überraschenden Abgang jedenfalls sei seinem eigenen COO bei Amiga Inc. und schließlichem Nachfolger Thomas Schmidt zugekommen. Dieser habe sich hinter Collas' Rücken an Weitzen gewandt und diesem seine Hilfe angeboten, wenn er Amiga Inc. abwickeln und Gateway die vorhandenen Vermögenswerte (assets) sichern wolle. Als Ted Waitt dann drei Wochen im Urlaub und nicht erreichbar gewesen sei, habe Weitzen zugeschlagen und den Machtkampf mithilfe der durch Schmidt erlangten Informationen für sich entschieden.

Rückblickend meint Jim Collas im Interview nun, dass er seinerzeit zwar überzeugt gewesen sei, nur mit seiner Alles-oder-nichts-Strategie gegenüber Gateway bezüglich der Unabhängigkeit erfolgreich sein zu können, mit dem heutigen Wissen aber wohl nicht so hoch gepokert, sondern sich damit zufrieden gegeben hätte, soviel wie möglich bei den Verhandlungen herauszuholen. Zumal er, wäre er geduldiger gewesen, sein Ziel dann vielleicht trotzdem noch erreicht gehabt hätte, da nur wenige Monate später auch Weitzen gefeuert wurde, weil Gateway in Schwierigkeiten geraten war und schließlich auseinanderbrach.

An Spekulationen, einflussreiche Firmen wie etwa Microsoft hätten stattdessen bei der Einstellung von Gateways Amiga-Plänen eine Rolle gespielt, glaubt Collas nicht. Seiner Einschätzung nach hätten diese auch bei einer Weiterverfolgung seiner Pläne Amiga so bald noch nicht als Bedrohung wahrgenommen, da es einige Zeit gebraucht hätte, bis alles so weit gediehen gewesen wäre. Dann aber hätte man mit dem freigesetzten Potential des Enthusiasmus und des Talents der Amiga-Gemeinde durchaus einen guten Teil des Marktes übernehmen können. Nach Jim Collas' Ausscheiden tauchten die Stichworte "Transmeta" und "internet appliances" dann noch einmal bei Gateway auf, wo die Rechte an den Ideen zum MCC und den Amiga Objects ebenso verblieben wie die Patente, während der Rest an Bill McEwens Amino Development ging. (snx)

[Meldung: 19. Mai 2016, 22:51] [Kommentare: 17 - 23. Mai 2016, 06:11]
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19.Mai 2016
Amigaworld.net (Webseite)


PDF-Magazin: REV'n'GE 55 (italienisch/englisch)
Das PDF-Magazin REV'n'GE ("Retro Emulator Vision and Game") liegt neben dem italienischen Original auch in englischer Übersetzung vor. Die Spiele-Reviews der REV'n'GE vergleichen die Umsetzungen von Klassikern zwischen unterschiedlichen damaligen Plattformen.

Download-Seiten:
italienisch
englisch (snx)

[Meldung: 19. Mai 2016, 04:54] [Kommentare: 0]
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15.Mai 2016
Amigaworld.net (Forum)


Amiga-Film: "From Bedroom to Billions - The Amiga Years!" ab 19. Mai erhältlich
Vergangenes Jahr wurde Geld gesammelt für einen - neben "Viva Amiga" - weiteren Amiga-Film: "The Amiga Years", eine Fortsetzung der Dokumentation "From Bedroom to Billions" über die britische Videospielindustrie (amiga-news.de berichtete).

Zuzüglich ergänzender Features umfasst der ab dem 19. Mai unter dem Titellink als Stream sowie später auch als DVD/Blu-ray verfügbare Film zweieinhalb Stunden (Trailer) und interviewt u.a. die Entwickler von Populous, The Secret of Monkey Island, Sensible World of Soccer, Defender of the Crown, Syndicate, Alien Breed, Wings, Shadow of the Beast, Turrican II, The First Samurai, Another World und Flashback. (snx)

[Meldung: 15. Mai 2016, 08:54] [Kommentare: 13 - 18. Mai 2016, 15:00]
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