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| 18.Jun.2025 |
Amigas im Tastaturgehäuse: Ersatzgummifüße Wer verlorene oder verunreinigte Gummifüße am Amiga 500, 600 oder 1200 durch das in den letzten 45 Jahren durchgehend von 3M hergestellte Originalfabrikat ersetzen möchte, kann diesen Artikel beispielsweise unter dem Titellink vom kanadischen Händler "Retro Rewind" beziehen. Diesem zufolge handele es sich um das gleiche Produkt, das Commodore und Amiga Technologies verwendet haben. (snx) [Meldung: 18. Jun. 2025, 11:57] [Kommentare: 5 - 19. Jun. 2025, 17:04] [Per E-Mail versenden] [Druck-Version] [ASCII-Version] |
| 13.Jun.2025 |
Rechtsstreit: Hyperion kann für Urheberrechtsverstöße haftbar gemacht werden Im April 2023 hatte Hyperion den ersten Rechtsstreit mit Mike Battilana und seinen Partnern gewonnen: Der Richter hatte im Wesentlichen entschieden, dass die Kläger Amino, Itec und Amiga Inc. weder wegen Vertragsbruch noch wegen Urheberrechtsverletzung klagen könnten und dass die einzige zur Klage berechtigte Partei - die Amiga Corporation - wegen eines Formfehlers nicht als Klägerin zum aktuellen Verfahren hinzugefügt werden solle und separat klagen müsse. Gegen alle drei Entscheidungen hatten die sogenannten "Amiga-Parteien" Berufung eingelegt. Der anschließende Rechtsstreit (courtlistener.com) ist vor allem durch das Fehlen eines Rechtsbeistands für Hyperion gekennzeichnet: Um auf die erste Stellungnahme der Amiga-Parteien von Anfang August 2023 reagieren zu können, muss Hyperion erst ein mal neue Anwälte registrieren lassen und um eine Fristverlängerung bitten. Die neuen Anwälte bitten jedoch bereits im April 2024 darum, von ihrem Mandat wieder entbunden zu werden. Im Oktober und September erhält Hyperion zwei mal eine Frist von vier Wochen, um neue Anwälte beizubringen - verbunden mit dem deutlichen Hinweis, dass die Erwiderung des Unternehmens auf die Berufung der Amiga-Parteien sonst wieder aus den Akten gelöscht werden und das Gericht seine Entscheidung ohne Berücksichtigung von Hyperions Standpunkt treffen müsse. Die Entfernung von Hyperions "Answering Brief" wird dann auch am 7. November angeordnet. Erst sieben Monate später kann das belgische Unternehmen einen neuen Rechtsbeistand vorweisen. Dieser bittet in einem Antrag vom 10. Juni darum, die Streichung von Hyperions Stellungnahme wieder rückgängig zu machen: Seine Vorgänger als Hyperions Anwälte hätten ihr Mandat unter "nebulösen Umständen" abgelegt und Hyperion sei sich lange im Unklaren gewesen, ob nicht etwa sein ausländischer Anwalt Ben Hermans die Vertretung vor dem Gericht in Washington übernehmen könne. Nur zwei Tage später wurde nicht nur dieser Antrag von Hyperions neuem Anwalt abgelehnt, sondern auch gleich ein einstimmiges Urteil gefällt: Die Entscheidungen der vorherigen Instanz, den Amiga-Parteien ein Klagerecht wegen Vertragsbruch zu verweigern und die Amiga Corporation nicht zum Verfahren zuzulassen, werden aufrechterhalten. In einem wesentlichen Punkt überstimmen die drei Richter des "Ninth Circuit Court of Appeals" jedoch ihren Kollegen: Wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht können die Amiga-Parteien gegen Hyperion vorgehen - das Urheberrecht sei hier höher zu werten als die "Non-Aggression"-Klausel aus dem Einigungsvertrag von 2009. Der "District Court" - also die vorherige Instanz - muss sich jetzt erneut mit dem Vorwurf einer Urheberrechtsverletzung durch Hyperion befassen. Mike Battilanas "Amiga Corporation" hatte ihrerseits bereits 2019 ein separates Verfahren gegen Hyperion eröffnet, dass jedoch bis zur Klärung der hier diskutierten Verhandlung auf Eis liegt. Wir haben beide Parteien um Stellungnahmen gebeten und werden diese ggfs. nachreichen. Hinweis der Redaktion: Obwohl zwischen Hyperion - einschließlich dem aktuellen Manager Timothy de Groote - und den Amiga-Parteien bereits mehrfach eine Einigung erzielt worden war, war eine Beendigung des Rechtsstreits daran gescheitert, dass Ben Hermans sein Einverständnis im letzten Moment wieder zurückgezogen hatte. Soweit uns bekannt hatte es nach der Umstrukturierung von Hyperion noch keine Gespräche zwischen den beiden Parteien gegeben - Gerüchten zufolge hatte der neu ernannte Direktor de Groote sie mit dem Hinweis verweigert, er wolle erst den Ausgang der Berufungsverhandlung abwarten. (cg) [Meldung: 13. Jun. 2025, 10:34] [Kommentare: 20 - 17. Jun. 2025, 10:51] [Per E-Mail versenden] [Druck-Version] [ASCII-Version] |
| 08.Jun.2025 (ANF) |
Youtuber behauptet, ein Angebot zum Kauf der Commodore-Marke erhalten zu haben Sean Donohue hatte vor Jahren aus der Konkursmasse von Commodore USA die Rechte am x86-basierten Nostalgie-Rechner Commodore 64x erworben und sich mit seiner eigens für diesen Zweck gegründeten, britischen Firma My Retro Computer Ltd. an einer mittels Kickstarter finanzierten Neuauflage versucht. Aufgrund der angeblich sehr hohen Lizenzgebühren wurde der Rechner zunächst ohne Commodore-Lizenz als "My 64" verkauft. Der Youtube-Kanal "Retro Recipes" hatte diese Neuauflage vor einem halben Jahr in einem sehr euphorischen Video einem breiteren Publikum vorgestellt. Laut Eigendarstellung habe dieses Video, das inzwischen mehr als eine Million Mal aufgerufen wurde, zu einer Einigung zwischen dem aktuellen Inhaber der Commodore-Marke und My Retro Computer Ltd. geführt: Letzteres bietet seinen Tastaturcomputer inzwischen wirklich als "Commodore 64x" an, ein auf der Webseite veröffentlichtes Statement von Commodore Corporation B.V. soll die ordentliche Lizenzierung der Marke bestätigen. Nun meldet sich erneut "Retro Recipes" per Video zu Wort: Vom Erfolg der C64x-Berichterstattung angestachelt, habe er den Plan entwickelt, eine Art schwarmfinanzierte "Generallizenz" von Commodore Corporation zu erwerben, um dann alle möglichen existierenden und zukünftigen Produkte mit einem Commodore-Logo vertreiben zu können. Für eine extra für diesen Zweck zu gründende Firma sei er selbst als Geschäftsführer und Sean Donohue als Leiter des operativen Geschäfts vorgesehen. Technischer Direktor solle Leo Nigro werden, der diese Aufgabe schon bei Commodore USA erfüllt habe und derzeit die Aktualisierung der damals entstandenen Linux-Distribution Commodore OS Vision verantwortet. Das Video endet mit einem handfesten Cliffhanger: Perifractic von Retro Recipes behauptet, das Antwortschreiben der Commodore Corporation biete ihm nicht einfach nur eine weitreichende Lizenz an, sonder schlage gleich den Verkauf der kompletten Firma an den Youtube-Unternehmer und seine Partner vor. Weitere Details will er aber erst in einem späteren Video erläutern, Teil 1 der Reihe "Can We Save Commodore?" endet genau an dieser Stelle. Hinweis der Redaktion: Die Commodore Corporation B.V. besitzt lediglich Rechte an der Marke "Commodore" und dem bekannten "Chickenhead"-Logo. Software-Rechte wie Firmware-ROMs oder AmigaOS liegen beim Italiener Mike Battilana bzw. dessen Amiga Corporation, das gleiche gilt für diverse Marken aus dem Amiga-Bereich. Gerüchte, dass die Commodore Corporation die Markenrechte gerne loswerden würde, kursieren schon seit Längerem. (cg) [Meldung: 08. Jun. 2025, 02:27] [Kommentare: 5 - 28. Jun. 2025, 11:54] [Per E-Mail versenden] [Druck-Version] [ASCII-Version] |
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